Kanton Luzern: Häusliche Gewalt erreicht Höchstwert – digitale Kriminalität steigt deutlich
Im Kanton Luzern wurden 2025 rund 27’200 Straftaten polizeilich registriert.
Das sind ähnlich viele wie im Vorjahr.
Zugenommen haben Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und digitaler Kriminalität. Die Zahl der Straftaten pro Kopf lag im Kanton Luzern 2025 unter dem Schweizer Wert, wie LUSTAT Statistik Luzern im neuen Webartikel mitteilt.
Ein grosser Teil der 2025 polizeilich registrierten Straftaten, nämlich 21’800 an der Zahl, waren Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch. Weiter wurden knapp 2’300 Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz, knapp 1’200 Straftaten gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz sowie etwas mehr als 1’900 Widerhandlungen gegen Bundesnebengesetze erfasst.
Die Zahl an polizeilich registrierten Straftaten insgesamt (27’200 Straftaten) fiel 2025 ähnlich hoch aus wie im Vorjahr, lag jedoch über den Jahren davor. Die meisten Straftaten pro Jahr waren zu Beginn der Beobachtungsperiode, in den Jahren 2011 bis 2013, registriert worden.
Zahl der Straftaten pro Kopf im Kanton Luzern deutlich unter Schweizer Wert
Pro 100’000 Einwohner/innen wurden 2025 im Kanton rund 5’700 Straftaten registriert. Die Zahl der registrierten Straftaten im Verhältnis zur Wohnbevölkerung hat gegenüber 2011 deutlich abgenommen. Die Pro-Kopf-Werte der Gesamtschweiz liegen zudem deutlich über denjenigen des Kantons Luzern.
Mehr Straftaten mit häuslicher Gewalt
2025 erfasste die Luzerner Polizei gut 560 Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Dieser Wert ist der höchste Wert der Beobachtungsperiode seit 2011. Im Durchschnitt lag der Wert bei rund 420 Straftaten pro Jahr. Seit 2023 nimmt die Zahl wieder zu. Bei häuslicher Gewalt ist von einer hohen Dunkelziffer nicht angezeigter Straftaten auszugehen.
Digitale Kriminalität markant angestiegen
2025 wurden im Kanton Luzern gut 3’300 Straftaten aufgrund digitaler Kriminalität registriert. Diese Zahl hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die meisten dieser Straftaten fallen in den Bereich der Cyber-Wirtschaftskriminalität. Dazu zählt beispielsweise der Missbrauch von Onlinezahlungssystemen und Wertkarten oder einer fremden Identität, um einen Betrug zu begehen (knapp 1’500 Fälle).
Quelle: LUSTAT Statistik Luzern
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